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Erster Praxis-Test Pentax K-5 IIs

17.3.2013 17:13

Neu im Kamerasortiment ist jetzt auch die K-5 IIs. Das neueste Modell von Pentax. Im worldwideweb sind kaum brauchbare Berichte zur Alltagstauglichkeit zu finden, daher dieser kurze und sehr subjektive Erfahrungsbericht von mir.

Ich denke nicht, dass sehr viele dieser, doch in einer Hinsicht besonderen Kamera auf dem Markt sind. Der Grund wird sein, dass die K-5 IIs, im Gegensatz zu ihrem Schwestermodell K-5 II keinen Tiefpassfilter besitzt.

An dieser Stelle möchte ich auf langatmige und einschläfernde technische Details verzichten, jedoch sollte gesagt werden, dass ein Tiefpassfilter unerwünschten Effekten, wie z. B. Moiré entgegenwirkt. Außerdem hat er einen positiven, ausgleichenden Charakter um Belichtungen insgesamt harmonischer zu gestalten. Es hängt also eine ganze Wissenschaft an genau dieses Tiefpassfilter.

Jetzt fehlt aber genau dieses Teil an der IIs, außerdem ist die IIs nun noch erheblich teurer als das Schwestermodell mit Filter. Auf dem ersten Blick mag dies doch sehr suspekt erscheinen, aber ohne Tiefpassfilter muss das Gerät völlig neu konfiguriert und wahrscheinlich zudem nur in Kleinserie hergestellt werden.

Eine berechtigte Frage ist nun, was mir das Fehlen eines solchen Tiefpassfilters überhaupt bringt. Wenn wir uns mal die unglaubliche Masse der angebotenen digitalen Spiegelreflexkameras anschauen, werden wir schnell bemerken, dass lediglich zwei, die Nikon 800e und die IIs ohne einen Tiefpassfilter angeboten werden. Wir kämen nun schnell zu der Ansicht, dass es sich um eine obskure Randerscheinung in der fehlgeleiteten Entwicklung eines Herstellers handelt, wenn wir nicht eingehend untersuchen, was das Fehlen dieses Filters tatsächlich bewirkt.

Wie mit der berühmten Medaille, so ist es auch mit dem Tiefpassfilter. Es gibt für seinen Einsatz natürlich nicht nur Vorteile. Die Vorteile sind schon oben rudimentär erwähnt, an dieser Stelle möchte ich, ebenfalls nur ansatzweise über die Nachteile sprechen. Jeder Fotograf weiß, jeder Interessierte kann sich vorstellen, dass eine getönte Scheibe vor dem Film, hier vor dem Sensor, eine gewisse Abdunklung und Unschärfe mit sich bringt. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es kein Studium. Da aber bei der K-5 IIs dieses "Problem" entfällt, sollten wir wesentlich schärfere Bilder erwarten dürfen. Zudem sollte sich der Lichtfluss zum Sensor doch um einiges gesteigert haben, da die "Wolke", in Form des Tiefpassfilters, der "Sonne" weichen musste.

In Teil 2 meines "Tests" berichte ich über die ersten Ergebnisse im Studio, bevor wir dann nach draußen gehen, um dort zu schauen, ob es nun "Abwege" oder Innovationen sind, welche wir ohne Tiefpassfilter erleben dürfen. Hier sei aber soviel gesagt, ich bin von den Ergebnissen mehr als überrascht!!

Herzliche Grüße

Willy Schulze